Meine Behinderung
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Seit meinem 20. Lebensjahr bin ich nach einem Motorradunfall querschnittgelähmt. Die Konsequenzen – für mich persönlich und mein Umfeld Viel spannender ist aber sicher, wie man als Einzelner damit umgeht, wenn man betroffen ist – und betroffen bin natürlich nicht nur ich selbst, sondern auch meine Partnerin…. Seit dem Unfall sind
Räder in meinem Leben sehr wichtig. Ich benutze sie als Ersatz für meine
Beine. Bei dem Unfall habe ich mir die Wirbelsäule gebrochen, genauer
gesagt, den 10., 11. und 12. Brustwirbel („Th 10-12“).Dabei wurde das
Rückenmark verletzt (unterbrochen), was zur Folge hat, das ich
die untere Hälfte meines Körpers weder bewegen noch fühlen kann
(komplette Querschnittslähmung). Die Auswirkungen, die so eine
Verletzung mit sich bringt, sind oft sehr verschieden. Das heißt, das bei
einem anderen, auch bei gleicher Lähmungshöhe, die Auswirkungen ein wenig
anders sind. Ich kann hier nur über mich berichten. Hilfsmittel – Rolli und mehr… Die
Querschnittlähmung zwingt mich dazu, verschiedenste Hilfsmittel zu
verwenden: Hier ein paar Beispiele zu Aktivrollis Durch den Ausfall der Sensibilität im Unterleib bin ich leider auch „undicht“. Der Fachausdruck dafür ist "Inkontinenz". Hierfür hab ich schon einiges ausprobiert, und habe deswegen auch mehrere OP´s hinter mir. Nichts klappt wirklich zufriedenstellend, aber die beste Lösung für mich ist ein Kondomurinal, das mit einem Hautkleber befestigt wird und durch einen kleinen Schlauch mit einem Auffangbeutel, der mit Klettbändern am Bein fixiert wird, verbunden ist. Partnerschaft? Ja, natürlich, mit allem Drum und Dran! Es kommt nur darauf an, eine Partnerin zu finden, die bereit ist, sich auf einige Dinge, die eben „anders“ sind, einzustellen. In vielen Dingen denke ich wohl anders und das ist oft nicht so leicht nachzuvollziehen für die Partnerin. Denn natürlich war der Unfall ein Einschnitt in meiner Biografie, der die vergangenen 20 Jahren auch mein Denken und meine Persönlichkeit beeinflusst hat. Das heißt aber nicht zwingend zum Negativen natürlich… Dann gibt’s natürlich die Dinge, die im Alltag anders oder eben auch nicht gehen: auf Bäume klettern, in den Bergen wandern und vieles mehr. Es gibt eben einiges, was meine Partnerin ohne mich machen muss – und auch soll, denn es gibt keinen Grund, darauf zu verzichten. Natürlich gibt’s es aber weit mehr Dinge in Alltag und Freizeit, die wir gemeinsam machen können und das tun wir auch ausgiebig. Und auch „im Bett“ braucht es einen etwas anderen Umgang miteinander. Der ist aber weitaus weniger „abweichend von der Norm“, als die meisten vermuten würden. Statt pornografischer Details lass ich hier lieber Zahlen sprechen J:
Auf all das muss eine Partnerin bereit sein, sich einzustellen, wenn eine Beziehung funktionieren und gedeihen soll. Aber unmöglich ist es eben nicht. Wenn Ihr Fragen habt, dann meldet Euch bei mir, ich freue mich immer auf Post!
Ich steh für Fragen von Betroffenen und Interessierten gerne zur Verfügung.
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